Wieso macht Stress dick?

Druck und Anspannung – jeder war schon mal im Stress! Dies kann in der Schule oder der Universiät bei Prüfungen und Arbeiten passieren. Auch später im Beruf geraten wir ab und zu in Stress. Hohe Erwartungen werden gestellt, die Ansprüche steigen und es wird immer mehr erwartet. In der heutigen “höher, schneller, weiter Gesellschaft” ist das Thema Stress täglich spürbar. Und nicht nur in Schule und Beruf nicht zu unterschätzen, sondern auch im Privatleben oder der Freizeit.

Der Mensch von heute möchte es immer allen recht machen und überall beste Ergebnisse erreichen – eben allem gerecht werden.

Dabei gilt es in zwei Arten von Stress zu unterscheiden Denn es gibt nicht nur den negativen Stress, der uns auslaugt, müde macht und an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Auch von positivem Stress ist die Rede. Diesen lasse ich aber in diesem Blog außen vor. Denn ich möchte mich mit dem Thema Gewichtszunahme durch Stress beschäftigen.

Dafür gehe ich auf den chronischen, negativen Stress ein. Wie der Name schon sagt, geht es hier nicht um eine stressige Situation, sondern um ein dauerhaft anhaltendes hohes Stresslevel in unserem Körper. Chronischer Stress wird ausgelöst durch: ein hohes Arbeitspensum, ständiges Pendeln mit Stau, vielen Verpflichtungen, Geld Problemen, wenig und schlechtem Schlaf, chronischen Entzündungen und Erkrankungen.

Die Folgen davon sind: Heißhunger auf Süßes, eine reduzierte Körperfettverbrennung, eine verminderte Insulinresistenz, vermehrte Bildung von Bauchfett, Herz-Kreislauf Beschwerden, Müdigkeit, Spannungsschmerzen in Kopf und Nacken, schlechte Laune und wenig Geduld, Depressionen und Schlafstörungen.

Aber was hat das jetzt mit einer Gewichtszunahme bzw. eben auch keiner Gewihtsabnahme zu tun?

Chronischer Stress beeinflusst unser Gehirn und das Essverhalten. In dauerhaften Stress Situationen werden die Hungerhormone verstärkt ausgeschüttet. Unser Körper ist in einer dauernden Bereitschaft, immer in der Lage “Höchstleistungen” abzurufen. Dafür wird der Hypothalamus aktiviert, der die Produktion von Kortisol auslöst. Kortisol lässt uns normalerweise morgens frisch und munter werden und wird vom Körper zum Abend hin abgebaut, damit wir müde werden und gut schlafen können.

Das Kortisol lässt den Körper die Energie aus den Fettzellen bereitstellen, damit die Muskeln Leistungsbereit sind. Gleichzeitig sorgt es auch dafür, dass die Fettdepots möglichst schnell wieder gefüllt werden. Für das Auffüllen der Depots benötigt der Körper schnell verfügbare Energie. Diese findet er in zuckerhaltigen Speisen, insbesondere in süßen Lebensmitteln. Kurz um: wir haben Heißhunger.

Das Problem das bei chronischem Stress entsteht ist, dass die bereitgestellte Energie nicht genutzt wird (es findet kein Kampf, keine Flucht, o.ä. statt). Der Körper muss die bereitgestellte Energie also wieder in die Depots einlagern. Da uns chronischer Stress über Tage, Wochen und Monate begleitet, besteht in unserem Körper also eine fortlaufende Fetteinlagerung.

Die Gewichtszunahme bzw. nicht Abnahme setzt uns dann wiederum unter Stress. Wir befinden uns in einem Teufelskreis.

Weitere Folgen von ständigem Stress sind die Schwächung des Immunsystems, schlechte Stimmung und Depressionen. Dabei geht jeder anders mit dem Stress und seinen Folgen um.

Die Lösung, um aus diesem Hamsterrad heraus zu kommen ist, die Stressfaktoren ausfindig zu machen und benennen zu können. Wenn man weiß, was genau den Stress in einem auslöst, kann man im zweiten Schritt überlegen, was verändert werden müsste und was man verändern kann, um die Situation weniger stressig zu gestalten und für Körper, Geist und Seele erträglicher zu machen.

Zusätzlich kann man durch Entspannungsübungen den Stress verringern und mit einer ausgewogenen Ernährung den Heißhunger Attacken entgegen wirken.

Beispiele hierfür sind, weniger Kaffee und Alkohol trinken, gute Fette aus Fisch, Nüssen und Ölen aufnehmen. Gleichzeitig sollte man mehr Gemüse als Obst essen, um den Fruchtzuckergehalt niedrig zu halten.

Die Fitalistin

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