Detox – von “Schlacke”, Kuren und Entgiftung

Das Thema Detox kursiert nun schon etwas länger in verschiedenen Medien. Bisher habe ich mich von dem Thema ferngehalten, da ich ehrlich gesagt nicht überzeugt davon bin. Allerdings wurde ich immer häufiger von Kunden zu diesem Thema befragt, sodass ich der Meinung bin, dass es doch mal an der Zeit ist, dem “detoxen” einen Blog zu widmen. Ich denke darüber, dass Inhalte aus bereits bestehenden Konzepten zu einem neuen zusammengewürfelt wurden – das Kind hat einfach einen neuen Namen bekommen, damit wieder Geld damit verdient werden kann.

Vor weg möchte ich sagen, dass ich einzelne Maßnahmen aus den Detox Kuren durchaus befürworte. Sich eine Auszeit zu nehmen, einen Gang herunter zu schalten und sich bewusst mit der Ernährung und dem Körper zu befassen finde ich klasse. Aber es müssen meiner Meinung nach keine teuren Suppen, Smoothies und co. dafür gekauft werden auf denen dann “Detox” steht.

Aber mal von Anfang an:

Eine Detox Kur soll der Entgiftung und Entschlackung des Körpers dienen. Müdigkeit, Abgespanntheit und Stress sind in diesem Fall die Anzeichen dafür, dass eine Detox Kur gemacht werden sollte. (Das Prinzip des Entgiftens und Entschlackens kennt man vom Heilfasten, was es schon seit vielen Jahren gibt.) Befürworter des “detoxens” gehen davon aus, dass nicht nur Alkohol, Nikotin und schlechte Ernährung uns krank machen, sondern auch Chemikalien, die als sogenannte “Schlacke” im Körper abgelagert werden. Die allgemeine Definition von Schlacke ist “Verbrennungsrückstand” ….allerdings im Bereich von Feuerungstechniken z.T. in der Metallurgie. Für unseren Körper soll sie eher metaphorisch für das ungesunde und chemische in unserem Körper verwendet werden. Aber auch in diesem Zusammenhang sei eines gesagt: “Es gibt keine Schlacke in unserem Körper, denn wir haben zu Glück viele Organe, die sich damit beschäftigen nicht verwertbare Stoffe auszuscheiden.

Nichtsdestotrotz, möchte ich euch den Ablauf einer Detox Kur vorstellen.

Während einer Detox Kur verzichtet man einige Tage auf übersäuerte Lebensmittel (dies kennt man aus der basischen Ernährung). Auch eine Darmentleerung wird teils empfohlen. Man startet mit Obst- & Gemüsetagen und hält sich an eine sehr ballaststoffreiche Ernährung. Hierfür gibt es eine Reihe von Produkten, die man für diese Tage schon fertig kaufen kann. Unterstützend werden Massagen, Peeling, Bäder, Sauna und Yoga empfohlen. Man gönnt dem Körper eine Auszeit.

Ich sehe Detox als Kombination aus Heilfasten, basischer Ernährung und der Beschäftigung mit dem eigenen Körper. Alles keine Dinge, die dem Körper schaden. Im Gegenteil, über einen kurzen Zeitraum, kann diese Ernährungsweise und die bewusste Beschäftigung mit dem Körper durchaus positiv sein. Allerdings sollte man sich im Klaren darüber sein, dass dies auch geht ohne zu “detoxen”. Man kann in den normalen Alltag basisch orientierte Mahlzeiten einbauen und sich ab und an Massagen gönnen oder zum Yoga gehen.  Diejenigen, die sich durch eine Detox Kur eine Gewichtsabnahme erhoffen, muss ich leider enttäuschen. Natürlich kann es sein, dass Gewicht während einer Kur reduziert wird. Allerdings handelt es sich hierbei weniger um Fett, das zum “schmelzen” gebracht wird, als vielmehr um Wasser das verloren wird. Es ist damit das gleiche Prinzip, wie bei vielen anderen radikalen Kuren und Diäten und wird langfristig nicht zum Erfolg führen.

Ich kann mich mit diesem Prinzip nach wie vor nicht anfreunden, denn auch wissenschaftlich kann es nicht belegt werden. Es gibt sicherlich auch andere Meinungen und Menschen, die darauf schwören und damit von mir aus auch erfolgreich sind. Aber meine Meinung und meinen Standpunkt, den ich auch meinen Kunden weitergebe, wenn sie mich zu diesem Thema fragen, hoffe ich mit diesem Blog verständlich gemacht zu haben.

Die Fitalistin

 

Veganer Haselnuss – Grieß Kuchen für Superhelden :-)

Zu Weihnachten gab es neue Backformen im Superhelden Design :-) Da wurde es mal Zeit, dass ich sie ausprobiere und in die Arbeit nehme!

Da es gestern eine recht spontane Idee war noch zu backen, musste ich mit dem arbeiten, was noch an Zutaten da war…eine klassische “rumlag” (das was eben noch so rum lag) Situation!

Batman Kuchen

Du brauchst:

250g Weichweizengrieß, 250g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (oder beides gemischt), 50g Rohrzucker, 1/5Liter Soja Milch, 1 EL Öl, 1 Zitrone

So wird`s gemacht:

Alle  Zutaten, bis auf die Zitrone zusammen geben. Die Zitrone aufschneiden und eine Hälfte auspressen. Den Saft zu den restlichen Zutaten geben und alles verrühren.

Den recht flüssigen Teig in eine Backform geben und bei 200° für 50Minuten in den Ofen stellen.

Danach auskühlen lassen und genießen!

Die Fitalistin

Etwas neues von der Fitalistin

Es ist schon etwas länger in Planung, aber nun geht es endlich los!
Ich werde in diesem Jahr endlich meine eigenen Räumlichkeiten beziehen…und das schon im März. Die Umbau Maßnahmen haben im Januar begonnen und sollen bis Ende Februar beendet werden, so dass ich Anfang März “einziehen” kann.

Hier sind nun die ersten Bilder von der Baustelle…noch ist nicht viel zu erkennen, aber ich werde regelmäßig neue Bilder veröffentlichen und euch auf dem Laufenden halten! Die Fitalistin

Umbau1 Umbau2

Müsli Riegel selbstgemacht – der Energielieferant beim Sport

Hallo zusammen,

endlich habe ich Müslirigel selber gebacken. Das wollte ich schon lange mal machen, aber irgendwie fehlte mir der richtige Anlass dafür. Nun hat sich dieser endlich aufgetan. Für das morgige Auswärtsspiel der Floorball Herren des TV Eiche Horn auf das ich sie begleite, habe ich als gesunden Snack Müslirigel gemacht.

Müsliriegel1

Mein Anspruch an die Müsliriegel war, dass sie gute Kohlenhydrate haben, um als Energielieferant zu dienen und lange vorzuhalten. Gleichzeitig sollen sie eiweißhaltig sein und lecker schmecken sollten sie natürlich auch :-) Zu allem Überfluss mussten sie vegan sein und frei von Palmfett und Kakao, damit alle die Riegel essen dürfen. Ich habe mir als verschiedene Rezepte angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass wenn ich schon selber backe ich auch ein eigenes Rezept zusammen stelle. Und siehe da, herausgekommen sind wirklich super leckere und gesunde Müsliriegel für den Sport.

Du brauchst:

200g Eiweißpulver (in diesem Fall Soja Protein mit Erdnussbutter Geschmack – es ginge auch Mehl oder ein anderes Eiweißpulver), 600g Haferflocken, 50g Rohrzucker, 200g Kokosraspeln, 3 Bananen, 250g Rosinen, 250g Haselnüsse (gemahlen) 150g Cranberries, 3 Bananen. 225ml Agavendicksaft (es geht auch Honig)

So wird`s gemacht:

Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen, die Bananen zu Mus zerdrücken und ebenfalls in die Schüssel geben. Zum Schluss den Agavendicksaft hinzugeben und alles zu einer klebrigen Masse verrühren. Den Backofen auf 175° vorheizen. Ein großes Backblech, bzw. bei der Menge 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und die Masse mit einem Löffel oder den Händen gleichmäßig auf dem Backblech festdrücken (ca. 2cm hoch). Am besten geht es, wenn man die Hände erst unter Wasser hält, dann wird die Angelegenheit nicht ganz so klebrig :-)

Das Backblech für 25 Minuten in den Ofen schieben. Nach den 25 Minuten raus holen und noch warm in Riegel schneiden. Über Nacht auskühlen lassen (wobei sie auch warm sehr lecker schmecken) und am nächsten Tag mit zum Wettkampf, dem Training oder dem Spiel nehmen.

Guten Appetit und viel Erfolg wünscht – Die Fitalistin

Maca Quarkkuchen – low carb!

Am Wochenende bekam ich Familienbesuch – endlich mal wieder ein Grund zum backen und einen neuen Kuchen auszuprobieren – es wurde ein Quarkkuchen mit Maca Pulver! Wenn du wissen möchtest was genau Maca Pulver ist, lese dir gerne meinen Blog dazu durch:

http://www.sina-cordsen.de/newsblog/?p=1033

Maca Pulver bestellen kannst du auf https://www.hanoju-shop.de/

Maca Käsekuchen

Du brauchst:

50g Maca Pulver, 100g Eiweißpulver (Vanille Geschmack), 300g Halbfett Margarine, 6 Eier, 1 Pck. Backpulver, 1 Pck Vanillezucker, 500g Magerquark, 1 Pck Puddingpulver (Vanille), 1 Zitrone, Süßstoff (flüssig)

So wird`s gemacht:

Der Boden: Vermenge das Maca Pulver mit dem Eiweißpulver, 150g der Margarine und 3 Eier miteinander. Als nächstes werden der Vanillezucker und das Backpulver hinzugefügt. Das Backpulver sollte durch ein kleines Sieb gerührt werden. Je nach Geschmack können 1 – 2TL Süßstoff untergerührt werden. Lege den Boden einer Springform mit Backpapier aus und fülle den Teig hinein.

Der Belag: Die restliche Margarine wird mit den 3 verbleibenden Eiern, dem Magerquark, den Puddingpulver und dem Saft aus 1 Zitrone vermengt. Auch hier kann 1 TL Süßstoff hinzugefügt werden. Den Belag auf den Boden in der Springform füllen und den Kuchen für 55 Minuten bei 180° Ober-/ Unterhitze backen lassen. Zwischendurch mit einem Messer hineinstechen um zu sehen, ob noch Teig kleben bleibt.

Guten Appetit – Die Fitalistin

Gefüllte Zucchini aus dem Ofen

Gefüllte und überbackene Zucchini gab es heute zu essen. Amaranth ist ein toller Eiweiß Lieferant. Deshalb koche ich sehr gerne mit ihm, Zusätzlich hält er lange satt und ist eine super Alternative zum Reis. Durch die Kohlenhydrate des Amaranth, ist diese Mahlzeit perfekt für als Mittagessen!

gefüllte Zucchini2 

Du brauchst:

1/2 Tasse Amaranth, 2 runde Zucchini, 1 halbe rote Paprika, 2-3 kleine Cocktailtomaten, 2-3 getrocknete Tomaten, 2 Scheiben Käse

 

So wird`s gemacht:

Den Amaranth mit 1 Tassen Wasser aufgießen, mit 2 TL Gemüsebrühe abschmecken und aufkochen lassen. Bei niedriger Hitze für 25 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Zucchini für 10 Minuten in kochendem Wasser blanchieren und danach abkühlen lassen und bis auf einen kleinen Rand aushöhlen.

Die restlichen Zutaten (außer den Käse) werden in kleine Würfel geschnitten. Alle Zutaten unter den Amaranth rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Zucchini füllen. 

Die Zucchini in eine Form stellen und bei 180° für 20 Minuten im Backofen mit Käse überbacken. 

Auf dem Foto habe ich noch eine Tomatensauce dazu gemacht. Das Rezeptfindet ihr bereits im Blog!

 

Guten Appetit – Die Fitalistin

 

Faszientraining – was ist das eigentlich und wie funktioniert es?

Was sind eigentlich Faszien?

Dieses Bindegewebe ist zur Zeit in aller Munde. Es verbindet im menschlichen Körper alles mit allem. Faszien sind kollagene Faserstrukturen des Bindegewebes, die einen wesentlichen Bestandteil des Körper-Netzwerkes bilden.

Lange Zeit war die große Bedeutung und Funktion des “Verpackungsmaterials” in unserem Körper unterschätzt – die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen jedoch revolutionäre Rückschlüsse zu: Faszien sind trainierbar!

Die neuen Erkenntnisse über die Wichtigkeit und Funktion des Faszien Gewebes eröffnen nun Möglichkeiten bezüglich Gesundheit, Fitness und sportlicher Aktivität.

Die Beschaffenheit der Faszien ist dabei stark abhängig von unserem Alltag – unterschiedliche Längen, Stärken und Ausrichtungen des Gewebes sind die Folge.

Durch ihre besondere Beschaffenheit weisen die Faszien einige Besonderheiten auf:

  • Die Scherengitterstruktur: Durch die Gitteranordnung ist das Gewebe sehr dehnfähig und gleichzeitig maximal reißfest. Bei inaktiven Personen, Überlastung oder einseitiger Belastung nehmen diese Fähigkeiten jedoch ab. Die Gitteranordnung ist weniger vorhanden, vielmehr gleicht die Struktur in diesem Fall einem verknoteten Wollknäuel.
  • Ohne Wasser kann das Gewebe seinen Funktionen nicht nachkommen. Zu hohe, einseitige oder gar fehlende Belastungen führen zum Dehydrieren des Gewebes. Dies zieht ebenfalls eine Funktionseinschränkung nach sich.
  • Verbindungen: Faszien verbinden verschiedenste Strukturen wie Knochen, Muskeln und Organe in unserem Körper miteinander. Sie umhüllen also nicht nur unsere Muskeln, sie erfüllen auch die formgebende Aufgabe. “Dieses körperweite Netzwerk durchdringt den Körper von oben nach unten, von vorne nach hinten und von außen nach innen.

Durch ihre Vielseitig- und Einzigartigkeit kommen den Faszien viele Funktionen zu. Einige ausgewählte möchte ich näher beschreiben:

  • Faszien zur Kraftübertragung: Die Verbindung von Muskeln zu Knochen erfolgt durch Faszien (Sehnengewebe). Um Bewegungen ausführen zu können und zur Kraftübertragung ist diese Verbindung unabdingbar.
  • Faszien als Kraftspeicher: Ein beachtlicher Teil der Energie zur Bewegungsausführung (z.B. Armbeugen) stammt aus den Faszien, welche die Energie wie eine Sprungfeder speichern und dann sprungartig wieder entlassen.
  • Faszien als Zentrum von Beschwerden: Wer ein elastisches und widerstandsfähiges Faszien Gewebe besitzt, verfügt über den bestmöglichen Schutz vor Beschwerden und Schmerzen. Über- oder Fehlbelastungen sowie einseitige oder gänzlich fehlende Belastungen der Faszien führen in der Regel zu teilweise schmerzhaften Beschwerden oder Einschränkungen.
  • Faszien als Sinnesorgan: Die Faszien sind stark in die Wahrnehmung des Körpers integriert und verfügen über zahlreiche Sinnesrezeptoren, welche unter anderem für ein gutes oder unangenehmes Körpergefühl verantwortlich sind.

Faszientraining und Schmerz:

Normalerweise ist der Schmerz ein Warnsignal, welches als Urinstinkt fest verankert ist. Beim ersten Training mit der Faszienrolle kommt es häufig zu Schmerzen durch die Druckbelastung mit der Rolle. “Schmerzen, die nur beim Rollen entstehen, verschwinden unmittelbar nach der Druckbelastung und können demnach nicht dem Warnprinzip zugeordnet werden.”

Das regelmäßige Rollen lässt die temporären Schmerzen deutlich geringer werden oder sie verschwinden sogar ganz. Als ein vielversprechender Ansatz gilt das Faszientraining auch bei der Behandlung von Schmerzen im Bewegungsapparat: Der erste schmerzlindernde Effekt (z.B. bei Rücken- oder Schulterschmerzen) tritt sehr schnell ein.

Je nach der Belastung, die unser Körper alltags und sportlich erfährt, sind die “Problemzonen” höchst individuell. Generell gilt: Punkte oder Körperpartien, welche sich als besonders schmerzhaft beim Rollen erweisen, benötigen mehr Pflege!

Thömmes, F. (2015). Faszientraining. (6. erw. Neuaufl.). München: Copress Verlag.

 

Viel Spaß beim ausprobieren und rollen – Die Fitalistin